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©arsten Lübbert
Träumereien eines Spaziergängers

von
Detlef Romey



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Künstlerisches
Kaum hatte Jean, nach dem verlassen seines Autos, die Tür zugeschlagen, da fühlte er sich unendlich befreit, erlöst vom alltäglichen Kleinkram, vom städtischen Wust. Und just begann der Ärger erneut, denn er hatte seinen Hund Jacques im Wagen vergessen. Sein kläffen drang heraus und es klang fürchterlich, so als ob er zu den Hunden gehören würde, der nicht nur vom geliebten Herrchen verlassen wurde, sondern von der ganzen Welt.
Nichts anderes schienen die braunen Kulleraugen seines Hundes Jacques auszudrücken, dachte er sich und ließ ihn sogleich heraus.
Dieser hopste, sprang mehrmals um sich herum, welch eine Freude, eine Freude die wir Menschen so wohl nie ausdrücken würden, sagte sich Jean, überlegte und drehte ebenfalls mehrere Pirouetten. Die Arme waagerecht gestreckt, wie ein Vogel der in die Lüfte gehen will und die Augen nach oben gerichtet, um Sekunden später ein kräftiges A hinaus zu Posaunen. Wie gut dass beide allein waren, lieber Leser, sonst wäre womöglich jemand auf die Idee gekommen eine Zwangsjacke herbei zu telefonieren. Denn verrückt sein gestattet unsere Gesellschaft nur bedingt, nur jenen, die es wagen die Bretter die die Welt bedeuten zu betreten. Jean genoss es jedoch mehr sich zwischen den werdenden Brettern, den Bäumen, auszulassen. Poesie, Zeichen, lagen ihm mehr, es war ihm wichtiger eigene Welten zu erschaffen, als sich fremden Worten zu unterwerfen.
Die Sonne lag noch versteckt, hinter einem feuchten, schier undurchdringlichen Nebel, der sein glitzerndes Kleid über die herbstlich ausgeschmückte Landschaft warf, doch Jean spürte, dass die Sonne mit all ihrer Kraft hindurch brechen wollte, musste.
Den Herbst entkleiden und ihn in seiner goldenen Nacktheit ein allerletztes zum glühen bringen. Die Kostbarkeit dieses Augenblicks, wenn die Sonne es schaffte, die Landschaft in Millionen Farben zu tauchen, das war Ekstase pur für Jean. Er zog seine Daunenjacke zu, rückte den Rucksack zurecht und griff an seinen Ausschnitt.
Irgendwie fehlte ihm sein Schal, der selbstgestrickte von Mutter, dessen flauschige Wärme ihn immer noch an seine so ungetrübte Kindheit erinnerte.
Er blieb für einen Moment wie angewurzelt stehen, atmete tief ein und aus und musste unwillkürlich daran denken, dass der Altweibersommer mit zu dem schönsten gehört was einem der Kreislauf der Natur schenken kann.
Jean verfolgte mit einem zufriedenen Lächeln die burleske Geschäftigkeit seines tibetanischen Klosterhundes.
Dann streckte er plötzlich alle seine Glieder, wie auch der Hund, und quittierte es mit einem entspannenden Stöhnen, während der Hund schniefte. Ein paar Blätter fielen von oben herab, losgelöst und erschöpft von einem langen Jahr, begrüßten ihn und vollführten einen lustigen Tanz, ehe der Tod sie zum erliegen brachte.
„Komm kleiner, las uns jetzt endlich spazieren gehen.“
Kaum ausgesprochen flitze der Hund los, fast wie ein Tölpel und sich immer wieder nach Herrchen wendend und markierte jeden Meter des Weges, mit seiner feuchten Möglichkeit. Jean nutzte die Zeit und genoss intensiv die vergänglichen Eindrücke eines Herbstmorgens. Zwei Stunden inmitten von absterbenden Blättern, deren Farbenspiel schon hunderte von Malern zu Meisterwerken angeregt haben und je länger er mit den Füßen das Laub aufwühlte, welche sich schnell zu Wellen türmen, desto mehr glaubte er, dass Blätter ja vielleicht auch reden können, dass wir sie nur nicht mehr verstehen. Dass wir im Kampf unserer eigenen Befriedigungen und dem überspannt aufrechten Gang, es verlernt haben, mit mehr als nur mit unserer Liebe und unseren Nachbarn zu reden.
„Hallo, du, Wesen, ich filterte deine Luft, vom Frühling an, spende ich dir die Frische die du brauchst um auch die traurigen Stunden zu beleben. Hab kein Mitleid mit mir, wir sehen uns ja bald wieder! Nun lass mich bitte ein sanfter knisternder Teppich werden der euren mühseligen Schritten Erleichterung verschafft. Einst werden wir miteinander sein!“
So oder ungefähr, dachte Jean, könnten Blattgedanken sich ihm preisgeben, tanzende Pantomime. Im Wald, ja überall, sind Gedanken doch frei, so frei wie der Wind die vielen sterbenden Blätter durch die Lüfte trägt. Jean schämte sich ihrer nicht, warum auch, schließlich gibt es genug Leute die mit ihren Pflanzen in den Wohnungen reden, tatsächlich, und sie gedeihen weit besser als die die man sich selbst überlässt.
Er sann während des Spaziergangs auch über die sterbenden Gesichter der alten Menschen, denen er im Laufe seines Lebens begegnet ist, nach. Deren letzten Weg er mit Würde und Demut begleitet hatte, bis in den Tod, darüber hinaus, denn in den stillen Kammern der Erinnerung haben sich viele Seelen bei ihm eingerichtet.
Das wir alle sterben, wie ein Blatt, war ihm klar, doch wir wollen in den Herzen derer weiterleben, die es gut mit uns gemeint haben.
Jean verliert eine Träne und auch ihrer schämt er sich nicht, ist sie doch nicht viel größer als die Tropfen des Taus, der das Geäst der Bäume umklammert hatte.
Der traumhafte, in Hügeln eingebettete, See, kommt langsam näher. Der Horizont von unzähligen Buchen, Eichen, Wassern, vermischt sich mit dem aufbrechenden Grau.
Urplötzlich brach sich die Sonne ihren Weg durch den Nebel und warf ihre langen Strahlen auf den graublauen See, so als ob sie ihn mit einer Hand voll Diamanten beschenkte, die nicht untergehen, sondern den Betrachter in ihren Bann.
Dieser Augenblick, diese Geburt von Farben, wie sie sich ihm wieder zeigen, ist gleichzeitig die Geburt eines so unbeschreiblichen Glücksgefühls, dass ihm dazu passende Worte in den Sinn kommen. Er zückte einen Schreiber aus seiner Jacke, einen Block und begann ein paar Zeilen darauf zu kritzeln.
Es funkelte ohne Ende und sie beschenkte nach einer kurzen Weile den ganzen See, die letzten Farben des Waldes, mit ihrem Licht und ihrer letzten aufbäumenden Wärme, so wie sie es im Sinne der von Gott verfügten Jahreszeiten, zu verrichten hat. Es entstand eine himmlische Ruhe. Ja selbst das Blau des Himmels ruhte sich nun auf dem See aus. Keine Wolke weit und breit. Frieden.
Der Hund verrichtet derweil etwas anderes. So unbekümmert und frei von jeder Scham. Jean erinnerte sein natürliches Bedürfnis an demenzerkrante Senioren, deren Schamgrenze in den Untiefen des Unbegreiflichen verloren gegangen sind, nur wir selbst bedecken uns früh mit Intimität, obwohl wir um alles wissen, nackt geboren und nackt verenden müssen.
Jean überlegte ob der Gedanke an Gott jetzt angebracht wäre, denn für viele scheint jener greise Herr, dort oben im Himmel, nur ein Relikt einer vergangenen Epoche zu sein, ein Held aus einem der meist gekauften und gelesenen Bücher, nämlich der Bibel. Er verwirft den Gedanken, beharrt auf seinen tiefen Glauben, denn er hatte Zeichen erhalten, Zeichen die darauf schließen lassen, dass es ihn geben muss. Und es ist noch nicht lange her, wo es ihm Abgrund tief schlecht ging und er an den Kanal fuhr, dieser Geraden, die ihn wieder in die Gerade führen sollte, war doch sein Leben aus der Geraden gekommen. Kurvenreich und sich im Kreise drehend, wollte nichts mehr gelingen. Immer, wenn es gilt über wichtige Dinge nachzudenken, zieht es ihn an den Kanal, nur hier vermag die Gerade des Kanals seine ungeraden Gedankenströme wieder in Lot zu bringen. Doch an jenem Tag passierte weit mehr, denn in der Uferlandschaft des Kanals lag eine Botschaft versteckt.
Als er im Eilschritt am Kanal entlang wanderte, fiel sein Blick unerwartet auf ein Stück weggeworfenes Papier. Jean bückte sich, warum konnte er sich nicht sagen, las was auf dem Fetzen stand, einer Einladung zu einer Taufe: Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir! (Psalm 139/5)
Hatte er nicht wenige Jahre zuvor eben diesen Spruch nach überstandener Krankheit von einem Geistlichen erhalten und nun, in höchster Not, begegnet ihm der Spruch in „Gottes freier Natur“, unverzagt schaut Jean auf den funkelnden See und strahlt ebenso wie die Sonne, schaut zum Hund, der mit seinen Hinterbeinen eine Fuhre Blätter über sein Geschäft kratzt, und weiß, dass das damals ein Zeichen war. Deshalb könne er frei heraus, an diesen so hoch beschäftigtem Mann im Himmel glauben, ob es das Entenpaar, welches ihm am See empfing, ebenfalls kann, wer weiß? Und der Glaube hat eben auch seine vier Jahreszeiten, genau wie die Natur, nur von unterschiedlicher länge.
Jeans Glauben verharrte seit Jahren, im Sommer, und er wollte dass er, wenn er stirbt und sei es ein eiskalter Wintertag, in seinem Herzen weiterhin der Sommer regiere. Natürlich kann es auch im Sommer Mal regnen, und das ist auch gut so. Kein Same Glaube kann ohne Wasser gedeihen, sich entwickeln und es gibt auch Phasen der Trockenheit.
Die beiden spazierten weiter um den See und gingen an sehr verschiedenartigen Baumformationen vorbei, an absterbendem Gehölz, dem Schilf des Ufers. Unter ihren Füßen wirbelten die Blätter herum wie rockende Feenrockspitzen. Und von irgendwo hörte Jean Geräusche die so gar nichts mit dem Lärm des Alltags zu tun hatten.
Vögel allerlei Arten hüpften von Ast zu Ast, ohne Hast, nur Mal hier und da ne Rast. Einige Singvögel wollten sich wohl verabschieden, bevor sie dort hin ziehen wohin es uns alle manchmal zieht, in den warmen Süden.
Es zwitscherte ordentlich zwischen den Zweigen, der Hund schnüffelte derweil herum, genoss den Morgen in seiner ganz eigenen Manier.
Sie traten auf Bucheckern. Das knacken und rascheln, samt plätscherndem Seewasser, das das algenübersäte Ufer küsste, gebärdete sich hineinklingend zu einem fast unwirklichen Konzert. Eine gar ungewöhnliche Harmonie und immer wieder Inspiration für Komponisten.
Grübelnd darüber, dass also auch eine Disharmonie zum Leben gehört, glitt sein Blick über unzählige Wurzelstraßen, die den Weg auf wundersame Weise miteinander vernetzten, gerade wie die Nerven unseren Körper durchziehen und jede Zelle in höchste Erregung versetzen können.
Ob die Bäume merken dass wir auf ihre „Wurzeladern“ treten? Nicht weit vom Weg entdeckte er, vom Moos umgeben, einige Steinpilze. Sie würzen den Geruch des Waldes im Oktober auf eine besondere Weise, ein Geruch der überwältigend ist und dem man sich nur schwer entziehen kann.
Überhaupt erkennt man die Natur, seine Lieblingsorte, bereits am Geruch und das ist hier am See nicht anders, wie am Kanal, obgleich beide das gleiche Element beherbergen, hat ihr Geruch doch nur wenig Gemeinsames.
Während der Kanal in ihm die Ferne herauf beschwört, weil diese Wasserstraße, ihn selbst nach Tahiti bringen könnte, ist ihm der See Heimat.
Die kleine Kolonie Steinpilze hingegen hat überraschender etwas mit einer marokkanischen Wohnsiedlung gemein, liegen sie doch, wie Schwalbennester, am Fuße eines gigantischen Holzberges, der so steil hin den Himmel ragt, dass man meinen könnte bis auf die nächst beste Wolke zu klettern. Sein Hund zeigte kein Respekt vor den Wundern der Natur, er hob sein Bein und spendete der ockerfarbenen Siedlung einen feuchten Genuss der speziellen Art und der Rinnsal wuchs zu einem reissenden Fluss heran, der die pilzig originelle Phantasiestadt in helle Aufregung versetzte. Jean stellte sich vor wie der Mikrokosmos im Urin ersäuft und er musste unwillkürlich über seine überschäumenden Gedanklenspiralen lachen. „Jerusalem“, sagte er, auch so eine Siedlung, eine Stadt und Zankapfel verschiedener Religionen, die immer wieder Schrecken über die Menschheit bringen. Er überlegte im Angesicht der fortwährenden Krisen, dass Jerusalem, so ähnlich wie der Vatikan, ein Kirchenstaat werden müsse. So kann niemand mehr Anspruch erheben auf Jerusalem. Uns allen gehört ohnehin nichts auf Erden, den Insekten nicht und den Menschen allemal nichts. Man wird geboren, man verschwendet und verendet.Punkt. Das kann weder Einstein, noch Steven Hawking, noch Teilchenbeschleuniger, was dran ändern, nicht einmal Jacques. Welch ein Vorteil hat es doch ein Hund zu sein, dachte er weiter, um wie wenig bös- oder gutartigen Blödsinn würde man sich Gedanken machen.
Vom Gipfel der goldenen Baumkronen hörte er die Waldglocke schlagen. Schlägt sie Alarm? Das allein weiß wohl nur der hämmernde Buntspecht.
Dann schaut er sehr lange in die bizarren Schluchten der Baumrinde, in denen winzige, spinnenartige Geschöpfe, marschierten, krabbelten Was auch immer sie vorhaben mögen, es ist ihm egal und so egal ist den Insekten Jeans und auch Jacques Leben, es sei denn es ist ein Floh dabei.
Ob es bei denen da genauso hektisch zugeht, überlegte Jean.
Bestimmt nicht. Kein Schilderwald, keine Baustellen die man nicht durch naturgegebene Funktionen überwinden könnte. Wie gut hat es doch ein Insekt. Eine Fliege fliegt und läuft an der Decke entlang, auf Glas, konnte das Goethe?
Beide spazierten weiter, saugten jeden Sonnenstrahl auf, der ihren verschlungenen Weg durch das blätterverhangene Geäst fand. Hinter einer Wegbiegung verändert sich Jeans gute Laune schlagartig. Sein Gesicht zog sich dermaßen zusammen, dass man hätte glauben können, dass er in eine Zitrone gebissen hat.
Eine eingedrückte Dose, ein Plastikbeutel, der gefüllt war mit Müll.
„Das ist einfach zum Kotzen“, stieß er so laut hervor, dass sich Jacques erschrocken umwand und ihn wild ankläffte, womöglich ein Bellen, dass gewiss nichts anderes zum Inhalt hatte, als die wütenden Worte seines Herrchens.
„Das ist einfach nur wuff!“
Plötzlich schossen Jean bergeweise böse Szenen durch den aufgebrachten Schädel, die zig Umweltskandale zeigten, bis hin zu leckgeschlagenen Atommüllendlagern. Dann fiel sein Blick unverhofft auf einen, auf dem Rücken liegenden, leuchtend dunkelblauen Mistkäfer. Dieser versuchte sich verzweifelt zu wenden. Jean drehte ihn um. Vielleicht gibt es ja einst genmanipulierte Mistkäfer, die so groß sind, so brillant, dass sie auf Müllhalden den Unrat aller Völker vertilgen, sagte er sich. Aber sein Hund betrachtete ihn voller Argwohn, während seiner visuellen Reise, die ihn durch die Tragik menschlicher Unvernunft führte, und wird wohl gedacht haben: Und wohin mit dem Mist, den die Käfer danach hinterlassen?
Jean bückte sich zu Jacques hinunter, was dieser ruckzuck zum Anlass nahm, um seine Vorderläufe auf die Schenkel seines menschlichen Freundes zu setzten und ihm hechelnd anzuschauen. Ihre beiden Blicke waren schnell aufeinander gerichtet, näherten sich, bis sich ihre Nasen berührten. Ihr gegenseitiges Vertrauen ist grenzenlos und genau das scheint bei vielen zwischenmenschlichen, und auch tierisch menschlichen Beziehungen, weltweit, verloren gegangen zu sein. Jeans Wut mischte sich mit der Freude, dass sein See, seine Lauenburger Landschaft noch weitgehend unberührt davon zu sein scheint, doch die grauen Boten die allem den Gar ausmachen, dringen unerbittlich vor. Fast war er froh, dass nicht gar so viele Menschen die Landschaft aufsuchten, wer weiß wie es sonst hier aussehen würde.
„Ach kleiner“, fing Jean an und seine Augen schweiften über den See, „ irgendwie befindet sich die Menschheit in einem andauernden Herbst, marschiert mitten in einen Winter, in eine tier- und vernunftslose Welt, was denkst du, denkst du überhaupt?“
„Wau, wuff, wau“, kläffte ihm Jacques zu.
„Die Hoffnung siegt“, entgegnete Jean, so als ob Jacques nichts anderes im Sinn gehabt hätte, ihm just diese drei Worte zu, zu bellen, und Jean bückte sich nach einem recht flachen Stein.
„Es ist gut auf Gott zu vertrauen. Sich bloß nicht allein verlassen auf den Menschen“, und warf den Stein in den See. Das fröhlich kreisende Wellenspiel durchbrach die Ruhe.
„Vielleicht kommt nach dem leidigen Klimawandel ja der Wandel im Umgang mit unserer Ressourcen und verschwindet ja auch endlich die andauernde Verführbarkeit zum Unsinn“, fragte sich Jean und setzte sich auf eine morsche Bank. Er öffnete ein Buch, welches er aus seinem Rucksack hervor zauberte und er vertiefte sich in die Seiten, für Momente die Welt vergessend, bis ihn Jacques aus seinen Träumen riss. Jacques interessierte sich nicht für Horst Janssens Buch, Hokusai´s Spaziergang, und solange sich Jean nicht für Jacques lesen an Baum und Mauer interessierte, durfte Jean sich nie länger als fünf Minuten in seinen Tagträumen aufhalten.
Bei Jacques ist es scheinbar immer fünf Minuten vor Zwölf.
Er dachte nicht in Illusionen Ala Circus Roncalli, lebte ganz im Sinn: Tu mir nix, dann tu ich dir auch nix!

Autor: Detlef Romey