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©arsten Lübbert
Das Treffen in Behlendorf

von
Andreas Henschel



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Besinnliches; Künstlerisches

Das Treffen in Behlendorf
Greisengemurmel fliegt um den Kanal

Behlendorf heißt Sie herzlich willkommen. Der ein oder andere wird vor seinem Besuch gegoogelt und überrascht festgestellt haben: Die meisten Treffer hat ein gewisser Brian Behlendorf, ein Programmierer und Computerfachmann. Literaturkenner bringen Behlendorf mit dem Kapitel 1998 aus "Mein Jahrhundert" oder "Die Box" in Verbindung, Filmkenner mit der "Rättin". Gegoogelte Zeitungsberichte können zwar diese Titelzeile in den LN entdecken und Teile der Grafik im „Spiegel“ und auch wenn viele in Behlendorf einige Details der folgenden Geschichte zu erinnern meinen: Sie ist erfunden.

Das Treffen in Behlendorf


Greisengemurmel fliegt um den Kanal

„Ich bin nicht Frisch“, sprachrauchte seinerzeit der munter-schwarze Schreiber in einer verqualmten Kneipe in Crummesse, die Worte neben dem Pfeifenmund zwischen den eigenen zusammen gekniffenen Lippen herauspressend, nahe des grün gekachelten, wärmenden Kamin sitzend, mit schwarz-weißen Bildern an den Wänden von langstieligen Pfeifen und Männern, die schweigen, weil sie rauchen, weil sie aus Zinnkrügen trinken. Ein bischen dröhnend, die Stimme.
Die Bilder, alte Photografien, stellen Stecknitzfahrer dar. Sie saßen zusammen einträchtig auf dem Kneipgestühl aus braunem Leder und braunem Holz und vielen blanken Messingköpfen, die das Leder hielten, und alles mit Patina und alles mit manchem Riss im alten Leder: der Schreiber, der Politiker, der Verleger und der Reporter und es kam zum Streit, weil der Schreiber es exakt genau so wollte und exakt genau so machte wie Max Frisch.

Der Reporter klopft an die Tankuhr, die Nadel zittert ein wenig und verharrt wieder knapp neben dem Zeichen für ½ full Fuel, halbvoller Sprittank. Auf die gleiche Weise kontrolliert der Pilot den Höhenmesser und die weiteren Instrumente.
Unter seiner Miles Messenger liegt ein Nebelband, links und rechts eingerahmt von grünen Baumwipfeln in hügeliger Landschaft, sanft wiegende Wipfel, die den Nebel überragen und ihn halten. An manchen Stellen wachsen keine Bäume, liegen große Stapel von braunen Holzstämmen, Pappeln, laut amtlichem Beschluss fremdartig und nun bereit zum Abtransport, schimpft ein zugezogener Anlieger.
An manchen Stellen ist nichts, das den Nebel hält und der Nebel wabert in eine Wiese, trifft auf einen Hasen oder eine Ricke mit Kitz, die vom Nebel unbeeindruckt bleiben und äsen, aber der Nebel versucht mit dem Nebelband zusammenzuhängen, denn der Nebel ahnt wohl, dass seine Überlebenschancen geringer werden, je mehr er sich entfernt.
Es ist Null fünf fünfunddreißig und die ersten Sonnenstrahlen luschern über einen Berggipfel und kündigen an, dass das Schauspiel des Nebelbandes in fünfzehn bis zwanzig Minuten verschwunden ist.
Krummesse, Berkenthin, dann Schorberg 210 ft (feet) sagt die vergilbte Karte neben ihm, in Klammern sixtyfour meters, Hollenbek und dann Behlendorf steht daneben und viel viel schneller als gedacht verflüchtigt sich der Nebel. Hatte ihm nicht schon sein Vater eingeschärft, Wetter könne sich rascher ändern als vermutet? Galt das nicht für alles im Leben?
V für victory steht handschriftlich auf der vergilbten löchernen Karte, die auf dem speckigen, teils rissigen, teils fadenscheinigen braunen Leder der Sitzbank neben ihm liegt. Oder V für vengeance, Vergeltung, denn in nicht sehr sorgfältiger Schrift steht "The Blitz" daneben.
Der Reporter liebt es, alte Dinge im heutigen Alltag einzusetzen. Zuhause im landschaftlich mit ähnlichen Bäumen, ähnlichem Grün und ähnlich grün-blauen Teichen jedoch mit Steuervorteilen versehenen Irland steht ein A-Null-Scanner, von einem seiner letzten großen Reportagehonorare erstanden. Natürlich hatte er die alte Karte gescannt und digital aufbewahrt wie auch gegen Datenverlust gesichert abgespeichert. Er liebt den Duft, den er nicht einscannen kann, mit ihrem Duft atmet die Karte, lebt die Karte. Nun scheinen die großen Honorare für Anwaltskosten draufzugehen. 380 Euro die Stunde berechnet ihm sein Hamburger Anwalt, penibel auf fünf Minuten abgerechnet, wenn er ihn anruft und die neuesten ihm zugestellten Poststücke ausbreitet und nachfragt, ob er – geschickterweise ja, sagt der Anwalt - nicht auf eine Äußerung des Schreibers in einer Talkshow reagiert oder ob er die Behauptung mit klaren Fakten und den Böswillen des Schreibers decouvrierend widerlegt – was der Anwalt, weil es presserechtlich betrachtet in ungeschickter Weise wäre, nicht präferieren würde.
Es wird Linseneintopf geben, schießt es dem Reporter durch den Kopf. Unter sich sieht er die Behlendorfer Schleuse, erst noch einige Pappeln, die sich im Wasser spiegeln, auf der linken Seite des Elbe-Lübeck-Kanals, des Elbe-Trave-Kanals ! , würde ihn der Schreiber schnarrend korrigieren, weil doch die fanatischen Fans von Adolf Nazi den Kanal 1936 umtauften, in dem Jahr, in dem der Maler Adolf und seine Mannen wie besonders gut gemalt wirken wollten. Linseneintopf mit Hammelrippchen wird es geben, von dem der Schreiber ja immer wieder erzählt hat, wie immer dann, wenn ein Familientreffen mit den wundervielen Kindern in Behlendorf ansteht. Von der Ehefrau, der Guten, oder von ihm selbst, den Vater von acht Kindern mit drei Frauen, erst bei der dritten seine Ruhe findend, die Eintopfspeise bei kleiner Flamme aufgesetzt und stundenlang geköchelt. Dann mit biblischem Spruch, an Jakob und Esau erinnernd, das Linsengericht mit gerechter Kelle austeilend, als Beruhigung für die diskutierende, disputierende und manchmal zum Streit aufbrausende Mannschaft – Tisch und Teller überlagert von leichtem Majoranduft.
Der Reporter kommt zu dem Schluß: Wenn sie zum Gespräch in der „Werkstatt“ im Nebengebäude sitzen werden und der Blick an bunten Buchrücken hängenbleiben wird, kommen sie nicht weiter, werden sie jedoch im Erker sitzen und der Blick wird entlang des Kanals in die Ferne wandern können, dann werden sie vorankommen.

Der Reporter war häufig mit dem Schreiber durch diese Hügellandschaft gezogen. Zu Fuß. Mit dem Fahrrad, selten. Mit dem Auto. Stundenlang. Stundenlanges Schweigen. Stundenlange Unterhaltung. Damals waren sie grundsätzlich einig, wollten den Politiker ins Amt heben, wie sie auch immer alle seine Vorgänger und auch die Möchtegerns ins Amt heben wollten – natürlich die der Partei ihrer aller gemeinsamen Farbe - , was ihnen, muss man ehrlicherweise sagen, zwar mitunter misslungen, aber eben so manches Mal gelungen war.
Der Reporter fragt sich, ob unten schon die Beamten vom LKA und vom BKA streifen. Vorsorge treffen, die Lage peilen, Sicherheit garantieren, wenn hier nachher irgendwo auf einer der Kanal-Wiesen der blaue Hubschrauber mit dem Bundespolizei-Adler landet. Sie werden es diskret machen: Vielleicht eine dunkle Audi-Limousine, sowie eine ähnliche Karosse zur Verwechslung, vielleicht einen silbernen „T4-Bulli/VW-Bus“ und dazu irgendein mehr oder wenig getarntes Fahrzeug der örtlichen Polizei, deren Besatzung sogar die Feldwege kennt – und je nach aktueller Sicherheitslage auswählt. Nein, zu früh, beschließt er, sonst würden jetzt gleich die Funksprüche zur Luftüberwachung laufen. Über Hamburg, weil Lübeck sicher noch schläft.

Bei frostklarer Nacht schien am Samstagabend des 28. März 1942 ein voller Mond. Die Oberflächen der Trave, des Elbe-Lübeck-Kanals und der Wakenitz rund um die Altstadt der Stadt an der Lübecker Bucht schienen das helle Mondlicht in den frühen Morgenstunden des folgenden Palmsonntags wider. Für die englischen Bomber herrschten gute navigatorische Sichtflugbedingungen beim Anflug auf die Hansestadt. Um 23:18 Uhr heulten Sirenen und dann fielen aus 234 Vickers Wellington und Stirling Bomber bis zum Ende des Angriffs gegen 2:58 Uhr etwa 400 Tonnen Bomben, darunter etwa zwei Drittel, konkret 25.000, Brandbomben. Der Angriff lief in drei Wellen.
Die abgeworfenen Spreng- und Brandbomben öffneten die Ziegeldächer der backsteingotischen Häuser und die Kupferdächer der mittelalterlichen Kirchen. Sie legten Dachstühle mit ihrem trockenen Holz frei, das rasch entzündet war und mehrere Tage lang brannte.
Auf der Altstadtinsel wurde ein 300 m breiter Streifen als Schneise vom Lübecker Dom in Richtung Marienkirche gebrannt, brannte im Thomas/Heinrich-Mann-Gymnasium Katharineum an der Glockengießerstraße die Aula ab.

Unter der Miles Messenger setzt sich ein bunter Erpel mit seiner grauen Ente in Bewegung, verlässt den Ruheplatz im Schilf, strebt zunächst in die Kanalmitte, hebt dann mit seiner Partnerin mit heftigem Flügelschlag, aber durch die Propellergeräusche übertöntem Alarmgeschnatter ab, fliegt durch die inzwischen nurmehr knapp über dem Kanalwasser ziehenden Nebelfetzen in eine nasse Wiese, vorbei an einem dort stehenden und futtersuchenden Storch, man will sich ja nicht in die Quere kommen.
Ein Reiher hebt ab und mit einigen kräftigen Flügelschlägen ist er weg, sucht weitere Stellen mit Fröschen, Kröten und anderem Getier in diesem Wasserverbundnetz aus Kanal, Wassergräben entlang des Kanals und Verbindungskanälen wie vom Behlendorfer See, von denen einer in dem kleinen Waldstück hinter dem Haus des Schreibers jene Feuchtigkeit bringt, die Pilze zu ihrem Wachstum mögen, wie der Schreiber weiß, um zum Beispiel während der endlos toten Zeit an Bundestagswahltagen zwischen Öffnung und Schließung der Wahllokale, zwischem letztem Telefonat mit dem Politiker, nachem der mit Frau vom Fototermin im Wahllokal zurück gekehrt war und bevor gegen dreiviertel Fünf die ersten vertraulichen Prognosen zum Ergebnis kommen, um währenddessen einfach in die Pilze zu gehen.

„Ich bin nicht Frisch“, das ist doch gar nicht zu glauben. Im Zürcher Literaturstreit hatte sich Frisch den Schuh der Kritik angezogen und zurückgeschlagen. Ein Kritiker hatte mit Horaz’ Spruch „Aut prodesse volunt aut delectare poetae“ („Die Dichter wollen Nutzen bringen, aber auch ergötzen“) der modernen Literatur vorgeworfen, sie stelle sich in den Dienst sozialer oder politischer Ideen, es wimmele in deren Büchern von Psychopathen, von gemeingefährlichen Existenzen, von Scheußlichkeiten großen Stils und ausgeklügelten Perfidien. Die Bücher bewiesen blühende Einbildungskraft in allem, was niederträchtig ist. Die modernen Literaten seien nichts im Vergleich zu Schiller, bei dem doch immer ein Grundwille zur Gemeinschaft vorhanden gewesen sei und sich der Dichter zu sittlichen Grundbegriffen der Gerechtigkeit, der Wahrheit und des Maßes zu bekennen habe. Frisch hatte sich diesen Schuh der Kritik angezogen. Und der Schreiber wollte sich genau so den Schuh eines anderen Kritikers anziehen, der behauptete, dass der Schreiber kein Fontane sei, kein Fontane, jener spöttische Weggefährte Bismarcks – so wie dieser 1898 verstorben.
Sie saßen noch einträchtig nebeneinander, beide mit dem Rücken zum Fenster und den Blick in den Raum der geschichtsträchtigen Crummesser Gastwirtschaft, Kruggerechtigkeit seit annodazumal, der Schreiber ganz in der Ecke unter einem Bild des alten Stecknitzfahrerhauses, das längst abgebrannt war.
Neben dem Schreiber fast genau unter einem Bierhahn aus Messing mit weißem Porzellangriff, auf ein fassähnliches Holz wie anderswo eine Jagdtrophäe an die Wand geschraubt der Reporter, auch mit dem Blick in den Raum und dann an diesem kleinen Vierertisch gegenüber dem Schreiber, zwar an der Wandseite, aber mit dem Rücken zur Wirtschaft der Politiker, der aber aus langer Erfahrung gewahr war, dass am Nachbartisch, in seinem Rücken, seine Personenschützer vom BKA saßen.
Und neben dem Politiker der Verleger, für den Reporter reihte sich dessen Gesicht zwischen Schnapsflaschen, die weiter hinten auf einem Regal standen und teilweise reihte sich das Gesicht des Verlegers zwischen vier Bilderrahmen hinten links an der Wand über einer Salatbar, die Porträts jeweils ein Stück verdeckt und jeweils für den Reporter teilweise den Blick auf die Porträtierten freigebend.
Von links her war ein farbiges Brustporträt Hindenburgs in Uniform mit roten Kragenspiegeln aufgehängt, eingerahmt von halbvollen Whiskeyflaschen und einer Tonflasche Oldesloer Korn, dann - etwa gleich groß wie das Hindenburgporträt – ein Schwarzweißgemälde Lenbachs von Bismarck, dieser in Zivil, in die Ferne blickend, dann ein, zwei bislang nur wenig angebrochene Obstlerflaschen, dann eine Replik eines farbigen Vollporträts des alten Fritz in Stiefeln, mit breitem Hut und Ordensstern auf dem blauen Uniformrock, wie Hindenburg den Betrachter anblickend, sowie die eckige, grüne Flasche des FüBi, und dann ein Rahmen mit Spiegel, auf dass sich der Betrachter in diese Gruppe preussischer Recken einreihen und sich selbst anblickend betrachten kann – zwischen all den Schnapsflaschen.
Und dann kann es zum Streit, weil der Reporter einwarf, dem Bismarck habe der Schreiber doch vorgeworfen, er hätte geschummelt, und dieser selbst, der Schreiber, würde dem Siebzig/Einundsiebzig keinerlei Bedeutung beimessen.
Der Politiker hatte rasch eingewendet, dass er ja heute auch wie Achtzehnsiebzig/Einundsiebzig die Einheit der Währung, des Schienenmaßes der Eisenbahn und der Besteuerung wolle, darauf fußend wirtschaftlichen Aufschwung und soziale Leistungen sowie die außenpolitische Friedenssicherung und der Politiker hatte geredet und geredet, um einen Ausbruch des Schreibers hinauszuschieben, aber sich dann endlich von Bismarck, dem alten Sozifeind, distanziert; die Zeiten seien doch wohl anders und bevor Bismarck vierzig Jahre Frieden schuf, war er Scharfmacher mit drei vorangegangenen Kriegen, die er mit der Emser Depesche herbeigetrickst hätte. Und mit seinem Soziylsystem habe er doch vor allen der SPD geschadet.

Der Verleger erläuterte, dass man es so oder so sehen könne, und als der Reporter nachlegte, Du, meinte er zu seinem Gegenüber, dem Politiker, hast doch erst den Krieg im Kosovo befohlen ohne Völkerrechtsmandat und dann den Irak-Krieg abgelehnt, weil ohne Völkerrechtsmandat, und ihn dann doch unterstützt, ohne Grundgesetzmandat.
Und Du sagte er zu seinem Nachbarn, dem Schreiber, hast doch auch nicht immer alles zugleich zugegeben, hast ebenso schummelnd nachgeschoben, was Dein Leben und Deine Erinnerung betrifft, lass mal gut sein, wir trinken einen Schnaps.
Da löste sich die Runde auf, jeder reklamierte seine eigene Position, man zog nicht mehr an einem Strang, und wenn an einem Strang, dann an anderen Enden. Niemand durfte Geschichte anders erzählen.

Die Miles Messenger schnurrt den Kanal in Südrichtung kurz vor einer Brücke über den Kanal, am linken Ufer ein Hofgebäude aus Backstein mit Milchvieh, das sich auf einer Koppel Richtung Stalleingang drängelt, ein sanfter Kurvenschwung im Kanalverlauf, als der Pilot-Reporter mit den Seitenrudern arbeitet und eine steile Linkskurve einleitet, entlang eines über einen sanften Berg fast bis zum Kanal reichenden Wäldchens in Richtung des Luftbrücken-Flughafens Blankensee zunächst auf den Ort Behlendorf zufliegt, die Feldsteinkirche mit dem angeflanschten Turm im Blick, und der Motor stottert kurz und stirbt ab. Benzinpumpe, weiß der Reporter. Er ist hin- und hergerissen zwischen Attacke beim Linseneintopf und Weiterfliegen, vielleicht nach Dresden, irgendwohin, zum Beispiel zu den geschwungenen Kurven des Elbtales. Es ist ihm egal, dass der Motor aus ist, den langsamen Schwebeflug steuert der Reporter automatisch, hinweg über ein paar Strohdachhäuser des Örtchens, Wald, einige Bäume in einem kleinen Moor, scheinbar automatisch zu auf die in der Ferne gut auszumachenden sieben Türme Lübecks, Richtung Blankensee.
Dabei geht die Kiste runter. Selbstverständlich kommt er hier nicht mehr weg. Weg und heute Ruhe oder hin zum Treffen nach Behlendorf, mit den alten, ehemaligen Gefährten, zum schwierigen Aussöhnungsgespräch. Er zuckt zusammen, denn das Gelände steigt an und das Flugzeug sinkt. Das Treibenlassen, Schwebenlassen ist vorbei. Ackerboden vor ihm. Treckerspuren in einem Weizenfeld. Eine Wiese. Etwas zu hartes Aufsetzen und behutsames Bremsen.

Die Maschine steht. In einem alten silberfarbenen Golf kommen zwei Mädel, denen er erleichtert zuwinkt. Sie sehen den glücklichen Ausgang des Landemanövers und lachen. Der Reporter ist als erster der anreisenden Gäste eines Streitgespräches eingetroffen, in einer weitläufigen Feldmark, zugehörig der Gemeinde Behlendorf.

Andreas Henschel