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©arsten Lübbert
Karawane

von
unbekannt



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Naturkundliches; Besinnliches; Heiteres

Angenommen, Sie wohnen weiter im Süden Deutschlands – etwa in Dresden. Wie kommen Sie von dort nach Finnland? Ganz einfach. Immer an der Wasserkante entlang, erst am Deich der Elbe und dann am Strand der Ostsee, vielleicht bis Tallinn und dann mit der Fähre nach Helsinki, oder hintenherum über St.Petersburg durch Karelien szs. durch die kalte Küche nach Finnland. Nur einmal wären Sie in Gefahr sich zu verlaufen – wenn da nicht der Kanal wäre, unser Kanal. Der lenkt Sie ab Lauenburg von der Elbe weg über Lübeck sicher an die Ostsee. Ohne ihn würden Sie im Schlick des Wattenmeeres der Nordsee versacken.
Auf dem rechten Pfad, nämlich auf dem Rad- und Wanderweg unseres Kanals befand sich neulich auch eine Karawane. Vorneweg ein großer Hund geführt von einer sportlichen jungen Frau, die mit der anderen Hand den Zügel eines Pferdes hielt. Hinter ihr ein ebenso sportlicher junger Mann, ebenfalls ein Pferd am Zügel. Auf den Pferden einiges an Gepäck. Und oben auf dem Gepäck des ersten Pferdes ein etwa 4 jähriges und des zweiten Pferdes ein etwa 6 jähriges Kind. Alle, Tiere, Kinder und Eltern, machten einen vergnügten Eindruck. Auf die Frage eines Kanalansässigen: „Wohin des Wegs?“ kam die fröhliche Antwort: „Nach Finnland!“ – „Und woher?“ – „Von Nürnberg.“
Nur von Nürnberg an die Elbe zu finden, war für diese Karawane mühsam und gefährlich gewesen. Seit sie in Launeburg den Einstieg zum Kanal gefunden hatten, fühlten sie sich wie in Abrahams Schoß – und fast schon in Finnland.